Lehrpfad auf den Spuren des Bergbaus

Im Frühjahr 1998 wurde ein Bergbaulehrpfad eingerichtet, der an den interessantesten Überbleibseln vorbeiführt, die mit dem Kuttenberger Bergbau und Hüttenwesen verbunden sind. Die gesamte Trasse ist in zwei getrennte Rundgänge – einen südlichen und einen nördlichen – aufgeteilt. Der Pfad ist im Gelände durch ein grünweißes Quadrat markiert, das zur Markierung von Lehrpfaden verwendet wird.                      

 Značka naučné stezky                

"Silberpfad" SÜDLICHER RUNDGANG – 9,5 km

Diese nicht sehr anstrengende Trasse, die auch von Eltern mit Kindern gut zu schaffen ist, macht uns mit den Relikten des mittelalterlichen Bergbaus vertraut. Der erste Teil führt uns über Roviny (der gegenüberliegende Teil des Vrchlicetals), von wo sich uns eine wunderschöne Aussicht auf die Kuttenberger Baudenkmäler bietet. Weiter geht es durch das Tal des Flüsschens Vrchlice mit den Resten mehrerer Mühlen bis zum Großen Teich (Velký rybník). Auf dem Rückweg passieren wir eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten in der Gemeinde Bylany. Über Markovičky und an der Dreifaltigkeitskirche vorbei gelangen wir zurück nach Kutná Hora. Der Südliche Rundgang beginnt und endet am Palacký-Platz im historischen Stadtkern von Kutná Hora und weist 14 Zwischenstationen auf:

  1. St.-Georg-Stollen auf dem Oselský-Streifen – eines der interessantesten technischen Relikte des
       mittelalterlichen Bergbaus

  2. Halde der Grube Mladá Kralice auf dem Roveňský-Streifen – Halden entstanden durch Grubentätigkeit

  3. Aussicht auf den Barbaradom – architektonisches Juwel von Kutná Hora

  4. Schlackenhalden im Vrchlicetal – Denkmal entstand durch die Tätigkeit der sog. königlichen Hüttenwerke

  5. Steinbruch vor der Vrba-Mühle – erinnert an das Vorkommen von Mineralen sog. Alpengänge

  6. Stollen des hl. Antonius von Padua – bedeutendstes Bergwerk im Vrchlicetal

  7. Poličaner Stoller – 200 m weiter stromaufwärts

  8. Cimburk-Mühle – Station an der Mühlenruine gewährt uns einen guten Überblick über die hiesigen Mühlen

  9. Damm des Großen Teichs (Velký rybník) – entstanden im Jahre 1850, ein erfrischendes Bad möglich

10. Gelände des Archäologischen Instituts der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik
      bei Bylany – größte archäologische Grabungsstätte

11. Schlackenhalden im Bylankatal – Relikt mittelalterlicher Metallurgie

12. Stollen auf den Maurischen Gängen

13. Halden der Grube Hutreiter im südlichen Teil des Esel-Streifens – hierhin gelangen wir über einen Geröllweg

14. Vyšata-Steinbruch – an der gotischen Dreifaltigkeitskirche vorbei gelangen wir bis zu dieser letzten Station

 "Silberpfad" NÖRDLICHER RUNDGANG – 14 km

Diese mittelschwere, durch das Naturreservat Na Vrších führende Trasse bringt uns die Geschichte der Grubentätigkeit näher. Sie beginnt in dem Gässchen gegenüber der Bushaltestelle Kaňk-Na Pašince und führt dann weiter bis hoch oben auf den Kaňk, an einem Obstgarten vorbei, bis nach Grunta. Über den Weg zwischen dem Obstgarten und dem Westhang des Berges Sukov kehren wir wieder zu unserem Ausgangspunkt unserer Trasse zurück. Der nördliche Rundgang endet, wie er begonnen hat, auf dem Kaňk Na Pašince und hat 12 Stationen:

   1. Berg Kaňk (353 m ü. NN) mit einem Grubenwettermahnmal - Kalvarie – entstanden im Jahre 1814 im Auftrag
       des Grafen Chotek

  2. Pinge zwischen den alten Gruben Kreuz (Barbara) und Vidrhol – entstand 1969 durch den Einsturz alter
      Abbaustöße

  3. Naturreservat „Na vrších“ – Ausrufung erfolgte schon 1933, um dieses Beispiel einer Brandungsklippe eines
      mesozoischen Kreidemeeres zu schützen

  4. Halde des ehemaligen Magda-Schachts auf dem Rejský-Streifen

  5. Ockersee

  6. Grube Turkaňk – vom Anfang der 50er Jahre

  7. St-Laurentiuskirche auf dem Kaňk – in der Gemeinde Kaňk, die in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts als
      Bergmannssiedlung entstand

  8. Herrenschacht – Abbauturm

  9. Halden der Grube Kuntera auf dem Altböhmischen Streifen

10. Halden der Grube Frata auf dem Altböhmischen Streifen

11. Mariä-Himmelfahrts-Kirche in Grunta – Weg führt an einem Obstgarten vorbei

12. Halden des Kuklický-Streifens – von dort kehrt der Rundgang über einen Trampelpfad zwischen Obstgarten
      und Waldrand auf dem Westhang des Berges Sukov zum Ausgangspunkt des nördlichen Rundgangs des
      Lehrpfads   Kaňk – Na Pašince zurück.   

pdf.png Werbeflyer - Lehrpfad auf den Spuren des Bergbaus (2,24 MB)
jpg.png (Land)Karte - Lehrpfad auf den Spuren des Bergbaus (3,9 MB)

Nähres über den Pfand auf der Website von TJ Turista Kutná Hora →