Čáslav

Die Stadt Čáslav (deutsch: Tschaslau) wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts von dem böhmischen König Přemysl Ottokar II. gegründet. Dominante des historischen Stadtkerns ist der weitläufige Stadtplatz mit der barocken Mariensäule, einem Barockbrunnen, einer Jan-Žižka-Statue des Bildhauers Josef Václav Myslbek und dem barocken Rathaus aus dem 18. Jahrhundert, wo im Žižka-Saal die Hirnschale des Hussitenheerführers Jan Žižka von Trucnov pietätvoll aufbewahrt wird. Zu den ältesten Sehenswürdigkeiten der Stadt gehört die ursprünglich gotische Peter-und-Paul-Kirche, die in sich die romanische Michaeliskirche vom Anfang des 12. Jahrhunderts enthält, die heute als Sakristei dient. Im Juni des Jahres 1421 trat hier der Landtag zusammen, der dann als „Tschaslauer“ Landtag in die Geschichte einging. Im Jahr 1910 wurden bei Instandsetzungsarbeiten in der Kapelle unter dem Turm die sterblichen Überreste Jan Žižkas entdeckt.
Das Tschaslauer Stadtmuseum wurde 1884 als eines der ersten dieser Art in Böhmen direkt zu Museumszwecken errichtet. Zu besichtigen gibt es die Originalausstellung aus dem 19. Jahrhundert. Die Stadt kann darüber hinaus das älteste steinerne Theater im östlichen Teil Böhmens vorweisen – das Dusík-Theater, 1869 fertiggestellt und benannt zu Ehren des Komponisten und Pianisten Jan Ladislav Dusík. Von den Sehenswürdigkeiten seien noch genannt die Stadtmauern vom Beginn des 14. Jahrhunderts mit dem Ottokar-Turm, einem der ältesten und besterhaltenen Brunnen in Böhmen. Zur jüngeren Geschichte der Stadt gehört die Jüdische Synagoge, errichtet gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach einem Projekt des Wiener Architekten Wilhelm Stiassny, mit Fassaden im maurischen Stil. Und nicht zuletzt findet man in Čáslav sogar ein Museum für Landwirtschaftstechnik. Die unvergleichliche Sammlung von Traktoren und historischen Pfluggeräten gehört zu den bedeutendsten und größten vergleichbaren Kollektionen in Europa.

Kontakt:
Informační středisko Čáslav
Náměstí Jana Žižky 197
286 01 Čáslav
Tel. +420 327 300 265
E-Mail: info@meucaslav_cz
Web: www.cmuz.cz

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